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24. Mai 2012 (19.00 Uhr bis 21.30 Uhr)

Mitgliederversammlung Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA)
Kleiner Saal Bürgerhaus RodheimOrt: Rodheim Bieber
Liebe Kollegin, lieber Kollege,
hiermit lade ich Dich zu einer Mitgliederversammlung
am Donnerstag 24.Mai 2012
um 19.00 Uhr
nach Rodheim Bieber ins Bürgerhaus
recht herzlich ein.
Wir wollen mit Kollegen Kai Eicker-Wolf (DGB Hessen-Thüringen/ Bereich Wirtschaftspolitik) zum Thema:
Kleines Geld im Land der großen Banken
diskutieren
und einen Vorstand für die Arbeitsgemeinschaft wählen.
In der Bundesrepublik geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung verfügen über mehr als 60 Prozent des Gesamtvermögens und das reichste eine Prozent besitzen allein knapp 23 Prozent. Im Gegensatz dazu sind die ärmsten zehn Prozent verschuldet. Rund zwei Drittel aller Erwachsenen weisen kein oder nur ein sehr geringes individuelles Nettovermögen auf.
Die Reallöhne fallen und die Armutsgefährdung steigt. Auch in Hessen hat sich der Niedriglohnsektor deutlich ausgeweitet. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) an der Universität Duisburg-Essen. Im Jahr 2008 war der hessische Niedriglohnsektor noch etwas kleiner als der in Westdeutschland. Inzwischen hat sich dieses Verhältnis umgekehrt.
Jeder fünfte Beschäftigte in Hessen arbeitet in einem Niedriglohnverhältnis, Niedriglohnbeschäftigung breitet sich aus wie ein Krebsgeschwür. Mitte der 1990er Jahre hatte der hessische Niedriglohnsektor noch eine Größe von 12 Prozent, aktuell sind es über 20 Prozent. Es sind vor allem die Minijobs: 90 Prozent aller Minijobs werden mit Niedriglöhnen bezahlt. Aber auch der größte Teil der Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter bezieht einen Lohn, der unter der Niedriglohnschwelle liegt. Besonders besorgniserregend: der hohe Frauenanteil am Niedriglohnsektor. Fast ein Drittel aller Frauen ist hier beschäftigt.
Der sich immer weiter ausbreitende Niedriglohnsektor hat neben den verteilungspolitischen auch gesamtwirtschaftlichen Konsequenzen. Den Sozialkassen entgehen durch Niedriglöhne Einnahmen. Niedrige Rentenansprüche aufgrund von Niedriglöhnen werden die Altersarmut in Zukunft dramatisch steigen lassen. Die Lasten haben später die Kommunen und kreisfreien Städte in Form von Sozialgeld zu tragen.
gez Peter Pilger
Vorsitzender

