Tiny Houses in Biebertal!?

Die SPD Fraktion will wissen ob, zu welchen Bedingungen und an welchen Standorten die Errichtung von Tiny-Houses (mobil/fest) in Biebertal ermöglicht werden kann und ob ggf. gemeindliche Flächen hierfür zur Verügung gestellt werden könnten. Martina Klein hat für die Fraktion einen entsprechenden Prüfantrag in die Gemeindegremien eingebracht.

Bild: Pixabay

Zur Lebenswelt sehr vieler Menschen gehört seit jeher der Wunsch nach Wohneigentum. Die Verwirklichung dieses Wunsches wird allerdings zunehmend schwieriger; denn die Baukosten und die Baulandpreise explodieren und das Angebot an Bauplätzen wird weniger weil der Flächenverbrauch stärker eingeschränkt werden soll und muss.

So könnten die sog. Tiny Houses einen Beitrag dazu leisten, dass der Flächenverbrauch für Wohngebäude sikt und auch Menschen mit geringeren  Einkommen in ihren „eigenen vier Wände“ wohnen.

Der Ursprung der sog. Tiny House Bewegung war vornehmlich die Kostenreduktion beim Erwerb von Wohneigentum. Mittlerweile haben sich die Entscheidungsgründe für diese „Wohnform“ zunehmend, nicht nur in den USA, auch in Deutschland in Richtung eines umweltbewussten, nachhaltigen, minimalistischen Wohnens und Lebens entwickelt.

Man muss zwischen mobilen und festen Klein- und Kleinsthäusern unterscheiden.

Zwischenzeitlich gibt es schon eine große Auswahl auf dem Markt. Einige Hersteller bieten zusätzlich eine Rundum Betreuung zum Bauvorhaben an.

In Deutschland kann der Nutzerkreis grundsätzlich in folgende Gruppen unterschieden werden:

  1. Personen, die hinsichtlich der Größe des Wohnraums, der Grundstücksfläche sowie der damit verbundenen Kosten ihren Aufwand reduzieren möchten.
  2. Berufstätige oder Studenten, die vorrübergehend an einem anderen Standort Wohnraum benötigen. (Mieten/Pachten)
  3. Personen, die ein Tiny House als Ferien- oder Wochenendhaus nutzen möchten.
  4. Gewerbetreibende und Selbstständige, die Tiny Houses als Büro, Personalwohnungen oder als Gäste- und Ferienhaus zu gewerblichen Zwecken nutzen möchten.

Unabhängig davon, ob die mobile oder die feste Variante geplant ist, müssen für beide Formen Richtlinien und Bauvorschriften geschaffen und/oder angepasst werden.

Die Suche nach einem geeigneten Grundstück ist für die Tiny House Planung oft ein schwieriges Unterfangen. Gute Voraussetzungen bieten hier beispielsweise ein Wochenendgebiet oder ein Campingplatz.

Inzwischen gibt es in vielen Bundesländern Tiny Houses Projekte.

Um nur einige zu nennen: Bayern, Amberg, Pfaffenhofen; Baden-Württemberg, Waldbronn, Eislingen, Winnenden, Burgrieden; Mecklenburg-Vorpommern, Bad Stuer; Niedersachsen, Hannover, Celle, Bleckede, Visselhövede; Nordrhein-Westfalen, Dortmund, Hamm, Warendorf; Schleswig-Holstein, Itzstedt.